Die letzten Tage waren von Regen geprägt – mal leicht, mal stark, bis hin zu stürmischen Bedingungen. Doch wie jeder Hundebesitzer weiß, spielt das Wetter keine Rolle. Diana muss raus, egal wie ungemütlich es draußen ist, und so haben wir uns durch den Regen gekämpft.
Solche Regenfälle haben uns auch gezeigt, wie das Wasser auf unserem Grundstück fließt und wo es sich sammelt – Dinge, die bei trockenen Bedingungen schwerer abzuschätzen sind. Solche Beobachtungen sind für die Planung einer nachhaltigen Permakultur von unschätzbarem Wert. Es ist wichtig zu wissen, wie sich das Wasser über das Land bewegt, um sicherzustellen, dass sowohl der Boden als auch die Pflanzen optimal mit Feuchtigkeit versorgt werden, ohne dass Erosion oder Überschwemmungen entstehen.
Ein Zelt gegen die Blackflies
Ein weiteres kleines Projekt dieser Tage war der Aufbau eines Zelts, dessen Seitenwände aus Moskitonetzen bestehen. Dieser Rückzugsort dient nicht nur uns, sondern vor allem Diana, die sich sonst immer im Auto vor den Blackflies verstecken musste. Jetzt kann sie sich im Zelt entspannen, solange sie es schafft, ruhig zu liegen. Natürlich neigt sie dazu, uns überallhin zu folgen, vor allem Gernot, aber im Zelt hat sie einen ruhigen Platz, an dem sie den Fliegen entkommen kann. Es war eine wahre Erleichterung, einen Ort zu schaffen, der ihr eine Pause von den Insekten bietet und uns ebenfalls die Möglichkeit gibt, draußen zu bleiben, ohne ständig von den Fliegen belästigt zu werden.

Entdeckungen auf neuen Wegen
Wir haben einen neuen Weg zum Spazierengehen entdeckt. Es handelt sich um eine Wartungsstraße, die als Zufahrtsweg zu den Hochspannungsleitungen dient, welche vom Wreck Cove Kraftwerk über Cape Breton verlaufen. Wreck Cove ist das größte Wasserkraftwerk in Nova Scotia und ein bedeutender Bestandteil des Stromnetzes der Region. Es sammelt das Wasser aus den Hochplateaus der Cape Breton Highlands und produziert jährlich 212 MW erneuerbare Energie. Das Wreck Cove Kraftwerk ist das einzige in der Provinz, das innerhalb von weniger als 10 Minuten von null auf volle Leistung gehen kann.
Leider sind wir auf dieser Route erneut auf einen illegalen Müllabladeplatz gestoßen. Es scheint, dass Menschen, die in Gebieten mit viel intakter Natur leben, oft nicht den Sinn für den Naturschutz entwickeln. Die Schönheit und Bedeutung ihrer Umgebung wird oft nicht erkannt oder wertgeschätzt.
Fortschritte am Windschutz und Aufräumarbeiten
Unser Windschutz, den wir bereits begonnen hatten, wurde weiter ausgebaut. Wir haben in einem früheren Beitrag darüber berichtet, wie wir ihn anlegen und welche Vorteile er für das Grundstück bietet. Besonders jetzt, da wir ständig mit starken Winden rechnen müssen, ist der Windschutz eine essenzielle Ergänzung. Während der Arbeiten sammelten wir auch Baumstämme ein, die vom Roden übrig geblieben sind. Wir überlegen noch, für welches Projekt wir sie verwenden wollen – möglicherweise für Hochbeete oder selbstgebaute Unterstellplätze und kleine Lagerflächen. Es gibt viele Optionen, und die Entscheidung wird davon abhängen, welches Bauvorhaben als Nächstes ansteht.
Hier sieht man bereits, wie der neue Lebensraum, den der Windschutz schafft, direkt von kleinen Bewohnern wie diesem Feuersalamander genutzt wird.
Der erste Sturm – und seine Folgen
Dann kam unser erster großer Sturm. Einige der Bäume an den frisch gerodeten Flächen hielten den starken Winden leider nicht stand und kippten um. Dies passiert oft in solchen Gebieten, da die Bäume durch das Entfernen ihrer Nachbarn ohne den gewohnten Schutz der umliegenden Vegetation sind und daher plötzlich viel stärkeren Winden ausgesetzt sind. Auch unser Zelt, das eigentlich als „sturmfest“ beworben wurde, musste sich dem Sturm geschlagen geben – ein weiterer Beweis dafür, wie unberechenbar die Natur sein kann.
Deine Gedanken?
Hast du ähnliche Erfahrungen mit den Herausforderungen bei der Grundstücksplanung oder dem Aufbau von Windschutz gemacht? Wir würden uns freuen, von dir zu hören! Teile deine Geschichten, Tipps oder Fragen mit uns – der Austausch mit unserer Gemeinschaft ist uns sehr wichtig.
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