Die Entscheidung, nach Kanada auszuwandern, war für uns aufregend und voller Herausforderungen. Eine der größten Aufgaben war das Packen und ist leider immer noch, das Verschiffen unseres Containers. Hier möchten wir euch von unseren Entscheidungen zum Packprozess berichten.
Die Suche nach einem Partner für den Versand
Eine unerwartete Hürde war die Suche nach einem geeigneten Partner für den Versand unseres Containers. Ursprünglich wollten wir einen Container kaufen und selbst verschiffen, aber das stellte sich als schwierig heraus. Keines der befragten Frachtunternehmen war bereit, einen Container zu verschiffen, der uns gehört. Alle insistierten darauf, dass die Container spezielle Zulassungen und Inspektionen erfüllen müssen. Dies widersprach den Geschichten, die wir von anderen gehört hatten. Viele erzählten uns, sie hätten problemlos ihren eigenen Container verschickt. Doch in der Realität erwies sich das als kaum machbar. Letztendlich mussten wir einen Container von der Spedition mieten, der den erforderlichen Standards entsprach.
Um genauer zu sein, gehören die Container den Reedereien, die die Verschiffung vornehmen, und selbst die Speditionen müssen diese mieten und besitzen keine eigenen Container. Auch einen Partner zu finden, der Erfahrung mit den notwendigen Papieren für Kanada hat, war herausfordernd.
Entscheidungen, Entscheidungen…
Schon zu Beginn mussten wir sorgfältig entscheiden, was mitkommt und was zurückbleibt. Diese Entscheidung war nicht einfach, aber sie war notwendig. Nach vielen Überlegungen und Diskussionen haben wir beschlossen, keine Möbel mitzunehmen. Hauptgrund war das begrenzte Platzangebot im Container, da Möbel viel Platz beanspruchen. Zudem sind viele unserer Möbelstücke über zehn Jahre alt, wodurch das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Transport ungünstig ausfiel. Auch unsere Kleidung haben wir gründlich aussortiert und sorgfältig entschieden, was mitkommt und was nicht.
Der Packprozess
Das Packen des Containers war eine echte Herausforderung. Alles musste sicher und platzsparend verstaut werden. Wir haben spezielle Verpackungsmaterialien verwendet, um unsere Werkzeuge und Ausrüstung zu schützen. Diese Materialien wurden uns von der Spedition, für die wir uns entschieden haben, bereitgestellt.
Die Grösse dieses LKW entspricht in etwa den Platzverhältnissen in einem Container, dank diesem Erfahrungswert unseres Spediteurs konnten wir gut Abschätzen was wirklich alles mitkonnte und wofür kein Platz mehr war.
Aktueller Stand: Verzögerungen durch Einfuhrbestimmungen
Leider sind unsere gepackten Sachen immer noch bei der Spedition, da wir aufgrund diverser Einfuhrbestimmungen den Container noch nicht verschiffen konnten.
Viele der Informationen die wir von Bekannten erhalten haben, die bereits Container verschickt hatten, haben sich leider als veraltet und nicht mehr gültig herausgestellt, oder hatten andere Voraussetzungen.
Um einen Container nach Kanada einführen zu dürfen braucht man entweder (Stand 2023/24):
- eine gültige work permit (Arbeitsgehmigung) oder eine entsprechend höhere Aufenthaltsgenehmigung
- oder ein seasonal resident (Urlaubshaus)
- oder einen Mietvertrag der für mehr als drei Jahre gültig sein muss
- oder muss den kompletten Containerwert nochmals als Sicherheit beim Zoll hinterlegen und alle eingeführten Gegenstände beim Verlassen des Landes wieder mitnehmen
Diese Regularien haben uns vor unerwartete bürokratische Hürden gestellt, die mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich gedacht.
Wir besitzen zwar ein Grundstück in Kanada, und dachten daher, dass wir die Voraussetzungen für seasonal home erfüllen, mussten dann aber schnell lernen, dass dies nur zutrifft wenn auf dem Grundstück auch ein Haus steht.