Nachdem wir uns in Kanada eingelebt haben, stand das nächste Abenteuer an: Wir haben uns ein Boot gekauft- ein Schlauchboot! Warum ein Schlauchboot? Weil wir dachten, es sei eine großartige Möglichkeit, den nahegelegenen See zu erkunden – und ehrlich gesagt, das war es auch! (Naja, zumindest bis zu einem gewissen Punkt…)
Schlauchboot-Abenteuer – Freude mit kleinen Hindernissen
Es fühlte sich fast erhaben an, das Schlauchboot über den See zu manövrieren, umgeben von stiller Natur. Zu meiner großen Freude entdeckte ich, dass mitten auf dem See keine Blackflies unterwegs sind. Ein kleines Paradies, frei von den kleinen Plagegeistern!
Allerdings musste ich feststellen, dass mir bei stärkerem Wind und mittlerem Wellengang schnell flau im Magen wurde. Es scheint, als wäre ich nicht ganz „wellenfest“. Aber immerhin gibt es keine Blackflies auf dem Wasser – das ist schon ein klarer Pluspunkt!
Erster Blick auf Loch Lomonds Feuerwehr
Ein weiteres Highlight der Woche war unser erster Blick auf die Feuerwehrfahrzeuge von Loch Lomond. Die Feuerwehr in dieser Region hat eine interessante Geschichte. Sie wurde vor vielen Jahren gegründet, um in den entlegenen und ländlichen Gegenden Cape Bretons Schutz und Sicherheit zu gewährleisten. Heute ist sie in erster Linie auf Brände spezialisiert, insbesondere in den umliegenden Wäldern, aber auch bei Häusern in abgelegenen Gebieten.
Die Feuerwehr hat im Durchschnitt etwa 50 Einsätze pro Jahr. Diese umfassen nicht nur Brände, sondern auch medizinische Notfälle und Unfälle, die durch die abgelegene Lage oft eine Herausforderung darstellen. Besonders in den Sommermonaten steigt die Gefahr von Waldbränden, weshalb die Feuerwehr eine wichtige Rolle beim Schutz der Natur spielt. Sie arbeitet eng mit den Gemeinden zusammen, um schnelle Reaktionszeiten zu gewährleisten und den Einwohnern ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
Was besonders beeindruckend ist: Die meisten Feuerwehrleute sind ehrenamtlich tätig und opfern ihre Zeit, um ihre Nachbarn und die Natur zu schützen. (Hier ein paar Eindrücke der Feuerwehrfahrzeuge.)
Permakultur trifft Bauerngarten – Unsere Pläne für die Zukunft
Wir haben kürzlich unser erstes Hochbeet gebaut und bereits bepflanzt. Die ersten Pflanzen sprießen schon, was uns sehr freut. Obwohl Hochbeete nicht unbedingt zur klassischen Permakultur gehören, sehen wir sie als ersten Versuch in Richtung eines ausgewogenen Gartensystems. Langfristig planen wir eine Kombination aus Permakultur und einem sogenannten Bauerngarten.
Ein Bauerngarten zeichnet sich durch eine klare Struktur aus, bei der Nutz- und Zierpflanzen kombiniert werden. Typisch sind Wege, die verschiedene Beete trennen, und Pflanzen, die oft in Mischkultur stehen. Der Bauerngarten ist traditionell nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend. Diese Mischung aus Permakultur und Bauerngarten soll uns ermöglichen, die Vorteile beider Ansätze zu nutzen: Nachhaltigkeit, Vielfalt und Schönheit.
Die Ruhe auf der Blumenwiese
Am unteren Rand unseres Grundstücks liegt eine wundervolle Blumenwiese, die momentan in voller Blüte steht. Hier finde ich oft Ruhe und lasse einfach die Seele baumeln. Es ist erstaunlich, wie viel Energie man aus so einem einfachen Ort schöpfen kann.
Für Diana, unsere Hündin, ist die Wiese ebenfalls ein kleines Paradies. Sie durchstöbert die hohen Gräser auf der Suche nach kleinen Tieren wie Mäusen oder Schlangen – eine Welt voller Entdeckungen!
Herausforderungen bei der Jobsuche
Leider hat sich in Bezug auf die Arbeitssuche und den Work Permit noch immer nichts ergeben. Wir sind weiterhin auf der Suche nach Lösungen, aber es sieht momentan so aus, als müssten wir Alternativen in Betracht ziehen. Remote-Jobs wären theoretisch eine Option, allerdings sind diese mit einem Urlaubsvisum nicht erlaubt.
Nach langen Diskussionen haben wir uns eine Deadline gesetzt: Wenn wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Fortschritte bei der Jobsuche gemacht haben, werde ich zurück nach Österreich gehen, um dort in unserem Haus zu arbeiten. Gernot wird mit den Tieren in Kanada bleiben und versuchen, unser Projekt vor Ort weiter voranzutreiben. Warum ich nach Österreich zurückkehre? Als Hebamme kann ich in Österreich viel leichter einen Job finden, während Gernot durch seine Musik und seine Firma Bras D’or in Kanada besser Chancen hat, ein Einkommen zu erzielen.
Bras D’or – Unsere Vision für die Zukunft
Gernot hat in Österreich die Firma Bras D’or gegründet, die nachhaltige Investitionen in die Natur fördert. Das Projekt bietet zwei Hauptprogramme an: den „Dauerwald“, ein Waldprojekt zur Förderung der Artenvielfalt, und den „Obstbaum“, eine Investitionsmöglichkeit in Obstbäume zur Stärkung der regionalen Unabhängigkeit und zur Schaffung ökologischer Arbeitsplätze. Langfristig planen wir, eine Nebenstelle in Kanada zu eröffnen, um Gernot eine Arbeitsgenehmigung zu ermöglichen.
Deine Gedanken?
Hast du schon einmal einen Bauerngarten oder ein Hochbeet angelegt? Wie kombinierst du Permakultur und traditionelle Gartenstile? Wir würden uns freuen, von dir zu hören! Teile mit uns deine Erfahrungen, Tipps oder Fragen – der Austausch mit unserer Gemeinschaft ist uns wichtig.
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