Ruhige Wege, große Herausforderungen: Wie du dich in Kanada gegen Blackflies und Pannen wappnest

Wenn der Frühling in Kanada Einzug hält, gibt es nicht nur bunte Blumen und grünes Laub, sondern auch die Ankunft einer weniger willkommenen Begleiter: den Blackflies. Diese kleinen Fliegen, die auch als Kriebelmücken bekannt sind, können einem das Leben im Freien ziemlich schwer machen, besonders wenn man nicht vorbereitet ist.

Was sind Blackflies?

Blackflies sind winzige, blutsaugende Insekten, die besonders in den wärmeren Monaten, von Mai bis Juli, in den nördlichen Regionen Kanadas aktiv sind. Was wenige wissen ist, dass es diese Kribbelmücken auch in Österreich gibt! Sie lieben feuchte, bewaldete Gebiete und sind oft in der Nähe von fließendem Wasser zu finden, wo ihre Larven sich entwickeln. Ihre Bisse sind schmerzhaft und können stark juckende, entzündete Stellen hinterlassen.

Wie kannst du dich vor Blackflies schützen?

Der beste Schutz vor Blackflies ist Vorbereitung:

  1. Kleidung: Trage helle, lange Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt. Netzhüte und spezielle Insektenabwehranzüge können besonders effektiv sein.
  1. Zeitplanung: Vermeide es, dich in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden draußen aufzuhalten, denn dann sind Blackflies am aktivsten.
  2. Insektenschutzmittel: Es gibt zahlreiche Insektenschutzmittel auf dem Markt. Einige enthalten DEET, ein starkes Mittel, das jedoch umstritten ist. Studien haben gezeigt, dass DEET potenziell krebserregende Eigenschaften haben kann, weshalb du vorsichtig bei der Anwendung sein solltest und es lieber sparsam verwendest oder auf natürliche Alternativen zurückgreifst, die ätherische Öle wie Zitroneneukalyptus oder Lavendel enthalten.
  3. Unterkünfte: Wenn möglich, nutze Mückennetze in deinen Unterkünften, um eine ungestörte Nachtruhe zu gewährleisten.

 

Wir haben folgende Mittel über Amazon Canada verwendet:

Mit dem Natrapel hat sich auch Diana einreiben lassen, ich habe es mir dazu zuerst auf die Hände gesprüht und dann ihre Ohren und Zitzen eingerieben, da sie an diesen Stellen besonders oft gestochen wurde.

Die angegeben Links sind Affiliate Links.

Vorbereitung auf mehr als nur Insekten

Während es wichtig ist, sich gegen die Plagegeister der Natur zu wappnen, gibt es in Kanada noch andere Herausforderungen, die du nicht unterschätzen solltest, so wie wir an einige Dinge einfach nicht gedacht hatten. So idyllisch und ruhig die Straßen abseits der Städte auch sein mögen, sie bergen ihre eigenen Risiken – besonders wenn man unvorbereitet auf eine Panne trifft.

Was tun, wenn du einen platten Reifen hast?

Eines Morgens, als wir losfahren wollten, stellten wir fest, dass ein Reifen unseres Wagens platt war. Glücklicherweise passierte das direkt vor unserer Haustür, sodass wir uns nicht auf der Straße oder in abgelegenen Gegenden ohne Hilfe wiederfanden. Ohne Handyempfang, wie es in vielen Teilen Kanadas üblich ist, wäre das nämlich problematisch geworden.

Ein hilfsbereiter Nachbar zeigte uns, wie man einen Reifen flickt – eine nützliche Fähigkeit, die wir in Österreich nicht gelernt hatten. Dort ist es mittlerweile so, dass viele Autos kein Ersatzrad mehr haben. Stattdessen verlassen sich die meisten Fahrer auf Pannendienste wie den ÖAMTC oder ähnliche Organisationen. Ein Flickset oder Reparaturmaterial wird kaum noch genutzt, was uns umso mehr klar gemacht hat, wie wichtig es ist, hier in Kanada vorbereitet zu sein.

Nach dieser Erfahrung haben wir uns bei unserem nächsten Einkauf in einem Walmart ein Flickset besorgt, das wir nun immer im Auto mitführen. Damit können wir kleinere Schäden am Reifen selbst reparieren, sodass wir zumindest die nächste Werkstatt erreichen können, falls wir wieder einen platten Reifen haben sollten. Zusätzlich haben wir uns entschlossen, immer einen Ersatzreifen sowie alles Notwendige zum Reifenwechseln, wie einen Wagenheber und einen Schraubenschlüssel, mitzuführen. So sind wir für alle Eventualitäten gerüstet, sei es, den Reifen zu flicken oder ihn direkt zu wechseln.

Warum es wichtig ist, vorbereitet zu sein

In Kanada kannst du dich nicht immer auf Mobilfunknetze verlassen. Entlang der Straßen gibt es oft keinen Empfang, was bedeutet, dass du dich auf dich selbst und die Freundlichkeit anderer verlassen musst. Hier ist es üblich, dass Autofahrer anhalten, wenn sie jemanden am Straßenrand sehen, um zu fragen, ob Hilfe benötigt wird. Es ist eine Art ungeschriebene Regel – man passt aufeinander auf.

Vorbereitung auf alle Eventualitäten (die uns noch eingefallen sind)

Zusätzlich zu dem Flickset haben wir uns darauf vorbereitet, auch andere potenzielle Herausforderungen meistern zu können. Daher führen wir jetzt immer einige nützliche Werkzeuge im Auto mit, wie etwa eine Säge, eine Schaufel, ein tragbares Starthilfegerät (Jump Starter) und einen Luftkompressor, den wir am Zigarettenanzünder anschließen können. Diese Ausrüstung ist besonders nützlich in abgelegenen Gegenden, wo es keinen Handyempfang gibt und schnelle Hilfe nicht immer verfügbar ist. Mit dieser Ausrüstung kannst du selbst kleine Hindernisse wie umgestürzte Bäume beseitigen, Starthilfe leisten oder den geflickten Reifen wieder aufpumpen, um sicher weiterfahren zu können.

Deine Gedanken?

Warst du schon mal in der Situation eine Panne zu haben und wie hast du das gemeistert? Wir würden uns freuen, von dir zu hören! Teile mit uns deine Geschichten, Tipps oder auch Bedenken – wir sind gespannt auf den Austausch.

Gemeinsam mehr erreichen!

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