Die Vorbereitungen vor dem Flug waren umfangreich und zeitaufwendig. Wir mussten die Einreisebedingungen für Kanada genau prüfen und alle notwendigen Formulare und Untersuchungen für unsere Tiere durchführen lassen. Die entsprechenden Nachweise hatten wir immer griffbereit. Außerdem kauften und testeten wir die jeweiligen Reiseboxen für unsere Katzen und Diana, um sicherzustellen, dass sie bequem und sicher darin reisen konnten. Auch ein Testpacken des Autos war erforderlich, um sicherzugehen, dass all unser Gepäck und die Tiere gut untergebracht werden konnten.

Vorbereitung

Das Reisen mit Haustieren erfordert besondere Planung, um sicherzustellen, dass eure Tiere sicher und bequem ankommen.

  • Tierärztliche Untersuchungen: Stellt sicher, dass eure Haustiere alle notwendigen Impfungen und Gesundheitsbescheinigungen haben. Informiert euch über die Einreisebestimmungen für Haustiere nach Kanada. Für unsere Reise von Österreich nach Kanada war lediglich eine Tollwutimpfung notwendig, diese musste 1 Monat vor Abreise verabreicht werden. Ein Chip war nicht notwendig jedoch Vorteilhaft, aber alle unsere Tiere hatten bereits einen.
  • Reiseausrüstung: Besorgt geeignete Transportboxen für eure Katzen und euren Hund. Diese sollten den Anforderungen der Fluggesellschaften entsprechen und genug Platz bieten. Für Diana haben wir vier Boxen ausprobiert, bevor wir eine gefunden haben, die einerseits die maximalen Maße der Fluggesellschaft nicht überschreitet und andererseits die Anforderungen, dass sie aufrecht sitzen und ausgestreckt liegen kann, erfüllt.
  • Reisedokumente: jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Dokumente, die man ausfüllen muss, dabei wird Alter, Gewicht, Rasse und ähnliches von dem reisenden Tier abgefragt.

 

Bereits einige Wochen vor der Reise haben wir begonnen, mit den Reiseboxen zu üben. Diana hatte bereits seit dem Welpenalter Box-Training, da wir auch im Auto eine eigene Box für sie hatten, die jedoch um einiges kleiner war, als die für den Flug. Unser Glück war es, dass Diana ihre eigenen persönlichen „Höhlen“ absolut liebt und daher auch die Flugbox sofort akzeptiert und ausgiebig genutzt hat.

Wir haben folgende Boxen bei Amazon erworben, da unser Fressnapf leider keine passenden Boxen im Geschäft hatte und auch keine extra für uns bestellen wollte. Für die gezeigten Boxen habe ich euch auch einen Link zu Amazon hinterlegt, falls ihr eine der Boxen über unseren Link kauft, erhalten wir eine kleine Provision.

  • Die Hundebox: Trixie 39745 Transportbox Skudo 7, L: 73 × 76 × 105 cm : https://amzn.to/3yLoyqL mit folgendem Zubehör um sie für den Flug tauglich zu machen und allen Vorschriften zu entsprechen: https://amzn.to/3X5C7eH
  • Die beiden Katzenboxen in verschiedenen Farben: PETTOM Transportbox für Hunde und Katzen, faltbar, wasserdicht, mit Schultergurt, weich gepolstert, für Reisen im Flugzeug, Auto oder Zug, für Haustiere (L: 47 * 23 * 28 cm): https://amzn.to/3wUayKJ

Vor dem Flug

Der Weg zum Flughafen war dank Gernots Bruder Ralf einfach zu meistern. In seinem grossen Auto konnten wir alles unterbringen und konnten gemeinsam den Weg zum Flughafen antreten. Neben den Tieren hatten wir jeder noch zwei große Koffer und ein Handgepäcksstück dabei.

Wir waren gut drei Stunden vor Abflug am Flughafen, wie von den Fluggesellschaften vorgeschlagen, und hielten uns an alle Anweisungen der Mitarbeiter vor Ort. Der Check-in verlief zunächst reibungslos, doch dann kam die erste Überraschung: Unsere Tierformulare, die eigentlich vom Reisebüro bereits ausgefüllt sein sollten, mussten wir direkt am Flughafen nochmals ausfüllen. Nach dieser unerwarteten Verzögerung musste Diana eine Stunde vor Abflug zum Check-in für übergroßes Gepäck, während wir den normalen Check-in durchliefen. Diana durfte nach dem Check – In ohne Maulkorb und Geschirr in die Box, um möglichst gemütlich liegen zu können. Unsere Katzen wurden dabei wie normales Gepäck behandelt.

Im Flugzeug versicherte uns die Stewardess auf Nachfrage, dass Diana bereits im Frachtraum war. Wir schickten ihr alle guten Gedanken und hofften, dass die Beruhigungsmittel, die wir ihr in Absprache mit dem Tierarzt gegeben hatten, den Flug so stressfrei wie möglich machen würden. Um den Tieren nur einmal Start und Landung zuzumuten und das Risiko eines Verlustes beim Umladen zu vermeiden, hatten wir uns für einen Direktflug von Wien nach Montreal entschieden. Von dort aus fuhren wir mit einem Mietwagen zu unserem Endziel.

Während des Fluges bekamen auch die Katzen ihre Beruhigungsmittel und verhielten sich, abgesehen von ein paar Miauern, die ganze Zeit brav. Anubis war so von der Umgebung fasziniert, dass ich ihn nach Rücksprache mit der Stewardess kurz aus der Box nahm, damit er sich umsehen konnte. Dabei wurde er von den anderen Personen im Flugzeug bewundert, die meinten, was für ein schöner Kater er sei.

Nach der Landung in Montreal eilten wir durch den Zoll, um schnellstmöglich am Gepäckband zu sein, wo Diana wieder zu uns stoßen sollte. Doch dann der Schock: Diana tauchte nicht auf. Während andere Fluggäste von verschiedenen Flügen ihre Hunde entgegennehmen konnten, blieb unsere Diana verschwunden. Wir involvierten alle Mitarbeiter am Band und am Infoschalter, doch es vergingen fast drei Stunden ohne ein Lebenszeichen von Diana. In dieser Zeit verloren wir auch den Anspruch auf unser Mietauto, und unsere Verzweiflung wuchs mit jeder Minute. Diana war nun schon fast zwölf Stunden in ihrer Box. Obwohl wir sie so groß wie möglich gewählt und ihr viel Wasser gegeben hatten, waren unsere Nerven zum Zerreißen gespannt. Wir hatten doch den Direktflug genommen, um genau solche Situationen zu vermeiden. Die Ungewissheit und Angst, dass sie alleine und verängstigt irgendwo im Flughafen feststeckte, oder noch schlimmer, verwechselt und in einen anderen Flug umgeladen wurde, nagte unaufhörlich an uns. Unsere Sorgen und die emotionale Anspannung wurden unerträglich.

Endlich kam ein Manager der Airline und berichtete uns, dass Diana im Lager für nicht zuordenbares Gepäck gefunden worden war. Alle Barcodes, die in Wien auf die Box geklebt worden waren, hatten sich gelöst, sodass niemand wusste, wohin der Hund gehörte. Hätten wir einen Flug mit Zwischenlandung gebucht, wäre Diana nicht mit uns umgestiegen.

Erschöpft, müde und emotional ausgelaugt waren wir wahnsinnig erleichtert, Diana endlich wieder bei uns zu haben. Leider durften wir sie am Flughafen nicht aus der Box lassen, doch das hielt uns nicht davon ab, sie kurz herauszunehmen, um sie zu drücken und zu herzen. Auch sagte keiner der Mitarbeiter etwas dagegen, hatten Sie doch alle unsere Anspannung und Sorge die letzten Stunden erleben müssen. Als sie wieder in die Box musste, begann sie ihr Klagelied zu singen.

Nun mussten wir noch durch den Zoll, da wir Tiere importierten.

Der Zollbeamte konnte unsere Erschöpfung – und Dianas verzweifeltes Weinen – offensichtlich nicht ertragen. Nachdem er uns die notwendigen Formulare die wir noch befüllen müssten zwar aufgezählt hatte, zeigte er dann jedoch auf die Tür hinter ihm, rief den nächsten in der Schlange auf und ließ uns einfach gehen.

Endlich konnten wir Diana aus der Box lassen. 100% Energie und Freude waren dann mitten in Montreal kaum zu bändigen. Unsere Katzen hatten den ganzen Aufruhr verschlafen und schlummerten friedlich weiter in ihren Boxen. Nur gelegentliches Umdrehen und Neu-Hinlegen war von ihnen zu hören.

Nachdem ich noch kurz eine Karte für einens unserer Handys in der Ankunfsthalle organisiert hatte, um mobile Daten für das Navi nutzen zu können, gingt es weiter zur Autovermietung.

An der Autovermietung half man uns, das größtmögliche Auto zu reservieren, da unser ursprünglich reserviertes Fahrzeug aufgrund unserer Verspätung bereits vergeben war. Müde, aber glücklich, mit einigen Stunden Verspätung, packten wir das Auto und machten uns auf den Weg zu unserem Endziel – noch etwa 1.400 km auf dem Trans-Canada Highway.

Wir sind unendlich dankbar, endlich an unserem Ziel angekommen zu sein und diese strapaziöse Reise hinter uns zu haben. Unsere Tiere sind nun sicher bei uns, und wir sind bereit für den nächsten Abschnitt unseres Abenteuers in Kanada.

Bist du schon einmal mit Tieren gereist, was waren deine Erfahrungen? Oder planst du gerade eine Reise? Worauf würdest du noch achten, bitte teile uns deine Gedanken dazu. Wir hoffen, dieser Beitrag ist hilfreich für euch. Wenn ihr spezifische Details oder zusätzliche Informationen benötigt, lasst es uns wissen!

Teile deine Gedanken und Fragen in den Kommentaren unten und werde Teil unserer Community auf diesem aufregenden Weg zur Selbstversorgung und Permakultur. Zusammen können wir lernen, wachsen und unsere Träume verwirklichen!

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