Jahresrückblick 2025: Wassersystem und Bodengesundheit

Wenn ein Jahr zu Ende geht, sehen wir die Veränderungen auf unserem Grundstück am deutlichsten auf den Fotos.

2024 war das Jahr der ersten Schritte: Flächen freiräumen, Bodenproben, die Entdeckung der Blaubeerbereiche und der erste einfache Unterstand.

2025 hat darauf aufgebaut – mit Schwerpunkten, die man nicht immer auf den ersten Blick erkennt, die aber über die nächsten Jahre entscheiden werden.

Inhaltsverzeichnis

Jänner 2025

Im Jänner 2025 steht weniger das Beobachten von Details am Boden im Vordergrund, sondern das große Ganze.

Die Bilder aus diesem Monat zeigen vor allem Weite: See, Himmel, Lichtstimmungen über Schnee und Wasser.

Es ist die ruhigste Phase des Jahres, in der draußen nur das Nötigste passiert und wir innerlich sortieren, was 2024 begonnen wurde und welche Projekte 2025 Priorität bekommen sollen.

Zwischen kurzen Runden am Land und viel Zeit drinnen entstehen Listen, grobe Skizzen und erste Entscheidungen: welche Flächen wir heuer wirklich anpacken wollen, wie wir Wasser besser nutzen und den Boden langfristig aufbauen.

Jänner ist damit weniger Arbeitsmonat als eine Art mentale Anlaufphase – ein langsamer Start in ein Jahr, in dem aus vielen Ideen konkrete Schritte werden.

Februar 2025

Im Februar 2025 liegt unser Land noch tief im Winter. Schnee und Eis bedecken den Boden, aber gerade dadurch werden Höhenlinien, Windschneisen und mögliche Wasserwege besonders gut sichtbar.

Bei Fahrten rund um den See und Spaziergängen durchs Gelände – oft mit Diana an unserer Seite – sammeln wir Eindrücke:

Wo bleibt der Schnee länger liegen, wo schmilzt er zuerst, wo bildet sich Eis? Diese stillen Wintertage liefern uns wichtige Hinweise für das zukünftige Wassersystem und helfen uns zu entscheiden, welche Bereiche im Frühjahr zuerst entlastet, geschützt oder gezielt bepflanzt werden sollen.

März 2025

Im März 2025 kippt die Stimmung langsam vom Winter in den Vorfrühling. Auf dem See liegt noch Eis, aber Licht und Spiegelungen werden weicher.

Zwischen Restschnee, Flechten und Moos setzen wir die ersten jungen Nadelbäume und achten darauf, wie sie sich in den bestehenden Bewuchs einfügen.

Bei unseren Rundgängen über das Grundstück sehen wir, wo der Boden bereits auftaut, wo noch Winterruhe herrscht und wie sich die neuen Pflanzplätze entwickeln – natürlich mit Diana immer wieder mittendrin.

April 2025

Im April 2025 rückt eine der ersten Strukturen auf unserem Land stärker in den Mittelpunkt: das ebene Beeren-Vermehrungsbeet. Dort ziehen wir Beerensträucher und andere Pflanzen vor, die später über das gesamte Homestead verteilt werden sollen.

Auf den Bildern daneben sieht man einen der jungen Nussbäume sowie die Fläche, auf der wir nach der Vorbereitung im Vorjahr mehrere Nussbäume gesetzt haben.

Dort, wo Gernot im Bild steht, bereiten wir den Standort für unseren zukünftigen Gewächshaustunnel vor; aus der Drohnenperspektive ist der neu gesetzte Wildzaun zu erkennen, der das Areal markiert, in dem wir unser erstes Haus am Grundstück planen.

Im hinteren Teil des Landes zeigt der Fluss, wie viel Wasser in der Landschaft unterwegs ist, das nahe Moor ergänzt das Bild der natürlichen Umgebung, und in unseren eigenen kleinen Wasserstellen taucht Froschlaich auf – ein Hinweis darauf, dass die angelegten Mulden bereits als Lebensraum funktionieren.

Parallel dazu laufen im Haus die Anzuchten für Gemüse und Kürbisgewächse in Schalen und Töpfen auf Hochtouren und warten darauf, später in diese vorbereiteten Bereiche umzuziehen.

Mai 2025

Im Mai 2025 zeigt das Beeren-Vermehrungsbeet, wie viel vom Vorjahr schon trägt: Viele Sträucher treiben neu aus, andere Pflanzplätze werden erst vorbereitet und nach und nach ergänzt.

Der Blick über den See erinnert uns daran, warum wir das alles machen – weil dieser Ort mit seiner Ruhe, dem Licht und dem Wasser ein Gegengewicht zum Alltag bildet und spürbar gut für die Seele ist.

Entlang einer seitlichen Grundstücksgrenze entsteht ein neuer Weg, und aus dem Aushub unseres und benachbarter Bauprojekte formen wir einen Hügel, der später Wind brechen und als Wildstrauchbereich für Vögel und Kleintiere dienen soll.

Rund ums Haus stehen Töpfe, Kisten und Regale voller Jungpflanzen, die auf ihren Platz im Freiland warten.

Auf dem Blaubeerfeld zeigt sich das erste frische Grün, am neuen Pflanzstreifen ziehen Schmetterlingssträucher ein und zwischen alten Fahrspuren und Rohboden tauchen die ersten Wildblumen auf.

So wird Schritt für Schritt sichtbar, wie aus offenen Flächen ein vielfältiger Lebensraum mit Ernte-, Schutz- und Blühbereichen entsteht.

Juni 2025

Im Juni 2025 wird sichtbar, wie Planung und Vorbereitung ineinandergreifen. An der künftigen Stelle des Folientunnels wird der Boden vorbereitet: Erde wird bewegt, begradigt und so aufgebaut, dass später ein stabiler, gut zugänglicher Standort für den Tunnel entsteht.

Die neu angelegte Fläche an der Grundstücksgrenze ist auf den Drohnenbildern gut zu erkennen. Auf den frisch geöffneten Erdbereichen bringen wir Wildblumensaat aus – nicht für sofortige Blüte, sondern als Grundlage dafür, dass diese Zonen in den nächsten Jahren zu stabilen, blühenden Bereichen werden. Gleichzeitig zeigen sich an anderen Stellen bereits von selbst gewachsene Wildblumen und Lupinen, die nach und nach mehr Farbe und Insekten ins Gelände bringen.

Beerensträucher gehen in die Blüte, der Schnittlauch öffnet seine kugeligen Blüten und hilft mit seinem kräftigen Geruch dabei, Pflanzbereiche für manche Schädlinge weniger attraktiv zu machen. Im Beeren-Vermehrungsbeet werden weitere Pflanzen ergänzt und bestehende Sträucher gepflegt.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang über dem See sind für uns vor allem Momente zum Durchatmen.

Die Pflanzpläne für Schmetterlingsweide, Windschutz und neue Strauchbereiche entstehen meist in den ruhigen Winter- und Regentagen am Rechner, im Sommer setzen wir sie Schritt für Schritt um.

Auf den Planungsansichten mit den Wasserläufen ist zu erkennen, wie die neue Fläche später Wasser aufnehmen, bremsen und an Strauch- und Blühbereiche weitergeben soll.

Dazwischen sieht man Diana inmitten der Wildblumen und Gernot im Imkeranzug, der hier vor allem als Schutz vor den Blackflies dient, während wir an den neuen Zonen arbeiten.

Juli 2025

Im Juli 2025 steht zum ersten Mal richtig „Garten“ auf dem Programm. Draußen blühen die ersten Wildblumenflächen, während in Töpfen Pfefferoni darauf warten, in den neu aufgebauten Folientunnel umzuziehen.

Auf den Bildern sieht man das Gerüst, dann den fertig bespannten Tunnel und anschließend die vorbereiteten Beete im Inneren, bevor Tomaten und Pfefferoni einziehen und die Reihen füllen. Davor liegt noch die offene Fläche, wie sie vor dem Aufstellen des Gewächshauses aussah – ein guter Erinnerungsanker daran, wie schnell sich Strukturen im Laufe eines Sommers verändern.

Auch außerhalb des Tunnels tut sich viel: Die Himbeeren tragen Früchte, die ersten Bereiche unseres Wildblumenmixes gehen sichtbar auf und mischen sich mit den bereits vorhandenen Blühpflanzen, während oben am Grundstück die Rose an der Stelle, an der unser Kater Anubis begraben ist, in voller Blüte steht – umgeben von wilden Margeriten.

Am Hang wachsen die Birken weiter, und als leiser Abschluss des Monats hängen die schwarzen Ribisel reif an den Zweigen und machen deutlich, dass sich die Kombination aus Vorbereitung, Schutzstrukturen und Geduld langsam in echte Ernte verwandelt.

August 2025

Im August 2025 ist überall zu sehen, wie sehr das Gelände in Bewegung ist. Wildblumen begleiten uns am Weg, und aus der Drohnenperspektive wird deutlich, wie sich Wege, Beete, Zaunlinien und der Bereich rund um den Folientunnel im Vergleich zu den Vormonaten verändert haben.

Neben dem Gewächshaus entstehen neue Beete, im Inneren wachsen Tomaten, Paprika und Co. sichtbar in die Höhe.

Im Kompost gehen ganz nebenbei ein Kürbis und eine Gurke wild auf, während einer der vorgezogenen Kürbisse draußen schon Früchte trägt.

Die Himbeeren liefern weiterhin Ernte, dazwischen liegen stille Momente mit Mondlicht über dem Wasser und weiten Himmelsbildern über dem Grundstück.

Gleichzeitig zeichnet sich auf den Flächen, auf denen wir im Frühsommer gesät haben, schon ab, wo sich unsere Wildblumenmischung etabliert – die jungen Pflanzen heben sich klar vom restlichen Bewuchs ab.

Reife Weinbeeren zeigen, dass auch die mehrjährigen Kulturen langsam in Gang kommen. Zwischen den gewünschten Pflanzen tauchen allerdings auch giftige Nachtschatten auf, die uns daran erinnern, wie wachsam man in einer sich entwickelnden Fläche bleiben muss.

Den Abschluss des Monats bilden erneut schwarze Ribisel in der Hand – ein ruhiger Moment, in dem sich die Arbeit der letzten Monate sehr konkret anfühlt.

September 2025

Im September 2025 rückt die Ernte in den Vordergrund.

Aus gesammelten Wachsbeeren werden die ersten selbst gegossenen Kerzen, die wilde Gurke zeigt ihre Früchte und aus der Drohnenperspektive ist gut zu sehen, wie sich der neu angelegte Teich in die Umgebung einfügt – vom ausgehobenen Becken bis zum letzten Baggereinsatz.

Eine besondere Freude ist unsere erste Apfelernte von einem Baum, der schon auf dem Grundstück stand, als wir es übernommen haben.

Gegen Monatsende setzen wir die ersten Knoblauchzehen und denken damit beim Pflanzen schon wieder an das nächste Jahr.

Dazwischen ist viel gelebter Alltag: ein Foto von uns beiden auf einem Markt, ein Korb, den ich aus wilden Gräsern von unserem Land geflochten habe, eine bunte Gemüseernte, kräftige Pfefferoni im Gewächshaus und meine ersten selbst eingelegten Essiggurken im Glas.

Aus dem Beeren-Vermehrungsfeld ziehen die ersten Himbeerschösslinge an neue Stellen um, während der wilde Kürbis im Gelände sichtbar explodiert.

Die letzten Bilder des Monats gehören der Landschaft und ihren Bewohnern – See und Himmel in verschiedenen Stimmungen und wie lebendig unser Umfeld geworden ist.

Oktober 2025

Im Oktober 2025 gehen die Arbeiten am Boden weiter.

Neben dem Gewächshaus entstehen weitere Beete, im Tunnel selbst haben inzwischen Tomaten Platz für Erbsen und Radieschen gemacht.

Dazwischen gibt es stille Momente am See und einen Blick auf die Fläche, auf der wir unsere Nussbäume gesetzt haben, ebenso wie auf das Meer, das uns immer wieder daran erinnert, wo wir hier eigentlich leben.

Die Kürbisernte ist eingebracht, in der Küche werden Tomaten zu Sauce verarbeitet und Samen für die nächste Saison gesichert.

Gegen Monatsende zeigt sich der erste Frost auf den Pflanzen, und ein neues Rahmenbeet neben dem Tunnel wird angelegt und mit Erde befüllt – die Vorbereitung dafür, im nächsten Jahr gleich geordnet weitermachen zu können.

November 2025

Im November 2025 läuft vieles parallel. Im Gewächshaus wachsen die Erbsen weiter, während wir gleichzeitig versuchen, die Konstruktion von innen zusätzlich zu stützen, weil in diesem Monat extrem starke Stürme über das Land ziehen.

Draußen wird das Beeren-Vermehrungsbeet eingewintert und dick gemulcht, um Wurzeln und junge Triebe vor Frostschäden zu schützen.

Auf den Wegen und Senken zeigen kleine Überschwemmungen, wie viel Regen jetzt auf einmal kommt – genau das Wasser, das im Sommer gefehlt hat.

Dazwischen gibt es einzelne, klare Tage und den Moment, in dem der neu gegrabene Teich endlich vollgelaufen ist.

Ein Sonnenuntergang legt sich darüber wie ein stiller Abschluss.

Unsere erste Erdnussernte an die wir schon gar nicht mehr geglaubt haben und eine einzelne Salatpflanze hält seit zwei Jahren an ihrem Platz durch.

Zwischen See- und Waldblicken ist auch Zeit für etwas Leichtes: ein kleines Häkelprojekt, das zeigt, dass zu diesem Leben draußen auch ruhige Stunden drinnen gehören.

Dezember 2025

Im Dezember 2025 liegt der Fokus wieder stark auf Ruhe und Struktur.

Der See und der neu angelegte Teich sind zugefroren, Eisränder und kleine Gebilde am Ufer zeigen, wie hart der Winter hier tatsächlich sein kann.

Viele Tage bestehen aus Holzarbeit im Hintergrund – Bäume fällen, zuschneiden, spalten und stapeln, damit die kommende Heizsaison gesichert ist.

Drinnen haben Ingwer und Kurkuma einen Platz gefunden und erinnern daran, dass auch im Winter noch etwas wächst.

Draußen zeigt sich, dass nicht alles der Witterung standhält: Das Gewächshaus hat den letzten schweren Sturm nicht überlebt, die Folie wurde verweht und übrig bleiben Beete und Gestell als Ausgangspunkt für die nächste Version.

Auf den Wegen, am Hang und im Wald mit ihren Flechten wird deutlich, wie sehr das Land jetzt in den Winterschlaf geht – und wie viel von dem, was 2025 begonnen wurde, erst in den nächsten Jahren sichtbar weiterwachsen wird.

Wenn wir die Bilder vom Jahresanfang und Jahresende 2025 nebeneinanderlegen, sehen wir noch keinen fertigen Hof, aber ein klareres Gerüst: ein durchdachter Wasserlauf mit zweitem Teich, vorbereitete Flächen für künftige Pflanzungen, mehr Wissen über unseren Boden und eine Gartenplanung, die sich an unserer Zone und an unserem echten Alltag orientiert.

Welche Veränderung interessiert dich am meisten? Der Teich und das Wassersystem, die vorbereiteten Flächen für Beete oder eher die Themen rund um Boden, Mulch und mentale Gesundheit im Garten?

Schreib es uns gern in die Kommentare – dann nehmen wir das in die nächsten Beiträge und Fotos vom Grundstück mit auf.

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