Seit unserem Umzug nach Kanada sind wir ständig dabei, unser Land besser kennenzulernen und die Voraussetzungen für unser Permakulturprojekt zu schaffen. Ein wichtiger Teil dieses Prozesses sind die Bodenproben, die Gernot an verschiedenen Stellen des Grundstücks nimmt. Diese Proben helfen uns nicht nur, den Boden besser zu verstehen, sondern auch die besten Bereiche für bestimmte Pflanzenarten, wie zum Beispiel Kräuter, zu finden.
Bodenproben – Ein erster Schritt zur Permakultur
Um herauszufinden, welche Pflanzen auf unserem Grundstück am besten gedeihen, haben wir verschiedene Bodenproben entnommen und analysiert. Jede Probe stammt von einer anderen Stelle, die sich in Farbe, Struktur und Zusammensetzung unterscheidet:
- Sample I: Ein faszinierend indigo-farbener Boden, der möglicherweise auf einen speziellen Mineralgehalt hinweist. Die tiefere Färbung hat sofort unsere Aufmerksamkeit erregt.
- Sample II: Diese Probe hat einen bronzenen Farbton, was auf einen hohen Eisengehalt schließen lässt. Möglicherweise wird dieser Boden besonders fruchtbar für Pflanzen sein, die eisenhaltige Böden bevorzugen.
- Sample III: Diese Probe stammt aus einem felsigen Bereich. Hier suchen wir gezielt nach Stellen, die sich für den Anbau von Kräutern eignen, die auch in kargeren Böden gedeihen können.
pH-Tests: Den Boden verstehen
Um mehr über die Beschaffenheit unseres Bodens zu erfahren, haben wir auch pH-Tests durchgeführt. Diese geben uns Hinweise darauf, ob der Boden sauer oder alkalisch ist, was für die Auswahl der Pflanzen entscheidend sein wird:
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- Sample I zeigte sich leicht sauer, was ideal für Pflanzen wie Blaubeeren sein könnte.
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- Sample II wies einen neutralen pH-Wert auf, was ihn für eine Vielzahl von Pflanzen geeignet macht.
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- Sample III ist leicht alkalisch – hier werden wir gezielt nach Pflanzen suchen müssen, die in solchen Bedingungen gedeihen.
Welche Pflanzen und Bäume bevorzugen welchen pH-Wert?
Um das Potenzial unseres Bodens optimal auszuschöpfen, haben wir recherchiert, welche Pflanzen und Bäume am besten in den jeweiligen pH-Bereichen wachsen. Hier eine kleine Übersicht:
pH-Wert | Bevorzugte Pflanzen und Bäume |
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4.5 – 5.5 | Heidelbeeren, Preiselbeeren, Rhododendren, Farne |
5.5 – 6.0 | Kartoffeln, Kürbisse, Süßkartoffeln, Azaleen |
6.0 – 6.5 | Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Äpfel, Birnen |
6.5 – 7.0 | Karotten, Kohl, Rosenkohl, Erbsen, Pflaumen |
7.0 – 7.5 | Spargel, Bohnen, Brokkoli, Kohlrabi, Feigen, Walnuss, Haselnuss |
7.5 und höher | Lavendel, Rosmarin, Salbei, Feigenkaktus, Olivenbäume |
Neben diesen Tests lernen wir auch von den Pflanzen selbst. Bestimmte sogenannte Anzeigerpflanzen verraten uns viel über den Zustand des Bodens, in dem sie wachsen. Für Cape Breton typische Pflanzen wie Löwenzahn, Weißklee und Sauergras geben uns Hinweise darauf, wie feucht oder trocken der Boden ist und ob er eher sauer oder alkalisch ist. Es ist faszinierend, wie viel man von der Natur lernen kann, indem man einfach genau hinschaut – hier habe ich noch viel mehr zu lernen als Gernot.
Unser erstes Lagerfeuer: Ein unvergesslicher Sommerabend
Nach einem Tag voller Arbeit und Bodenproben wollten wir den Abend ruhig ausklingen lassen. Was wäre da besser geeignet gewesen als ein Lagerfeuer mit Blick auf den See? Wir haben eine einfache Feuerstelle aus Steinen errichtet, die wir auf unserem Land gefunden haben, und die Ruhe der Umgebung genossen.
Nachhaltigkeit im Blick
Während das Feuer brannte, sprachen wir darüber, wie wir das Land um uns herum in die geplante Permakultur integrieren wollen. Für das Feuer verwendeten wir nur herumliegendes Holz, um keine Bäume unnötig zu fällen. In Kanada gibt es strikte Vorschriften, wann und wo Lagerfeuer gemacht werden dürfen. Deshalb werfen wir immer einen Blick auf die täglich aktualisierte Seite des Nova Scotia BurnSafe, um sicherzustellen, dass Feuer in unserer Region erlaubt sind.
Diana erkundete zuerst neugierig die Umgebung nach Mäusen und anderen kleinen Tieren. Doch als der Rauch stärker wurde, verzog sie sich ins sichere Auto, da sie keinen Rauch mag.
Erkenntnisse und Zukunftspläne
Dieser Abend war nicht nur ein schöner Abschluss eines arbeitsreichen Tages, sondern auch ein weiterer Schritt auf unserem Weg zu einem nachhaltigen Leben in der Natur. Die Bodenproben geben uns wertvolle Hinweise darauf, wie wir unser Land am besten bepflanzen. Unser Abend am Lagerfeuer erinnerte uns daran, wie sehr wir uns mit diesem Ort verbunden fühlen und welche spannenden Herausforderungen und Lernprozesse noch vor uns liegen.
Deine Gedanken?
Hast du bereits Erfahrungen mit Bodenanalysen oder dem Aufbau einer Feuerstelle im eigenen Garten gemacht? Wir freuen uns auf deine Tipps und Ideen in den Kommentaren!
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